AUFSTELLUNG SVU RAGNITZ:

ZACH M; LADNER S., PEKEZ L., NEUBAUER W., SCHWARZ C.; SCHLÖGL J. (68. BEZJAK D., 81. ÖMER B.), OBENDRAUF M. (46. AGANOVIC S.), PECHMANN V., LÜCKL C.; ÖMER W. (K.), LAMPRECHT D.

Tore: Christoph LÜCKL (23.) bzw. Thomas POTOTSCHNIK (20.), Manfred KONRAD (85.)

gelb-rote Karten: Wolfgang NEUBAUER (85.) bzw. Franz STRAMETZ (85.)

Schiri: Herr Bernd EIGLER


SPIELBERICHT:

Nach einer Gedenkminute für die erst kürzlich verstorbenen verdienstvollen ehemaligen Funktionäre Hermann HIRSCHMANN und Ing. Willi ÖMER gaben in der heutigen Partie beide Teams - der Tabellenführer SV Ragnitz gegen den Vorjahresaufsteiger, den SV Schwanberg - von Beginn an Vollgas und es entwickelte sich rasch eine flotte und abwechslungsreiche Begegnung, in der der Aufsteiger - der vor Spielbeginn tabellenmäßig eher in der Abstiegszone angesiedelt war - zum Erstaunen aller überaus gut mitspielte, über Forcierung der Aussenflügel immer wieder Löcher in die an diesem Tage wahrlich nicht sehr sicher wirkende Ragnitzer Abwehr riss und so immer wieder zu tollen Chancen kam.

Nach einem eher unnötigen Ballverlust durch einen Ragnitzer Akteur an der Mittellinie kam links an diesem überaus sonnigen Ostermontag der quirlige Thomas POTOTSCHNIK an den Ball, setzte links zum Solo an, überspielte noch mit einem eleganten Haken einen Verteidiger und schob das Leder in die vom Schützen aus gesehen rechte lange Ecke. 0:1 also nach rund 20 Minuten.

Doch nur 3 Minuten lang währte der Schock beim Hausherrn, denn in der 23. Minute flankte von rechts unser Kapitän Wilhelm ÖMER präzise in die Mitte und der dort auftauchende Mittelfeldregisseur Christoph LÜCKL hielt sein linkes Pratzerl hin und donnerte den Ball halfvolley unter die Latte zum raschen 1:1 Ausgleich.

Danach setzten sich aber immer mehr die spielfreudigeren und bissigeren Schwanberger in Szene, spielten hervorragend und wäre nicht einmal mehr unser verlässlicher Goalie Manfred ZACH toreverhindernd im Wege gestanden, so wäre schon jetzt ein weiterer Treffer der Gäste gefallen. Und zum Glück kam ihm auch noch die Querlatte zur Hilfe, als der an der rechten Flanke herrlich freigespielte Toptorjäger der Saison 2005/2006 - nämlich Alexander STAMPFL - mit einem Lupfer eben nur diese traf (29.).

Doch auch der Tabellenführer hatte gegen Ende der ersten Hälfte seine Chancen; zuerst konnte der Gästekeeper Johannes WETL eine Weitschussbombe vom überaus agilen Neuzugang Volker PECHMANN gerade noch wegfausten, danach schoss der in der 43. Spielminute allein vor dem Schwanberg Keeper auftauchende Volker PECHMANN diesem den Ball wie paralysiert leider genau in die Arme.

Der Beginn der 2. Spielhälfte verlief eher ruhiger. Einen gewaltigen Weitschuss von Alexander STAMPFL drehte Manfred ZACH reaktionsschnell in den Corner (47.) ein Kopftor des in der 2. Hälfte eingewechselten Sadik AGANOVIC wurde wegen eines zuvor gesetzten Fouls aberkannt (59.). Langsam schien unser Team das Spiel jedoch immer mehr unter Kontrolle zu bringen, effektive Chancen ergaben sich dabei trotzdem nicht. Die Schwanberger verlegten sich immer mehr auf Konter und aus einem davon resultierte ein Heber in Richtung Ragnitzer Gehäuse, doch Christian SCHWARZ konnte noch auf der Torlinie stehend das drohende Unheil abwenden. Dieses kam jedoch in der 85. Minute, als im Anschluß an einen verunglückten Ragnitzer Corner Alexander STAMPFL allein aufs Tor zog, zwar dabei doch noch abgedrängt wurde, aber dennoch eine Flanke in die Mitte bringen konnte. Den von einem Schwanberger Akteur abgefeuerten Ball konnte Manfred ZACH zwar noch abwehren, den Nachschuß von Manfred KONRAD auch noch, doch der Ball trudelte Richtung Tor, der ebenfalls eingewechselte Bernd ÖMER wollte noch retten, rasierte leider den Ball nur mehr und dieser landete im Ragnitzer Tor zur zu diesem Zeitpunkt doch verdienten 1:2 Führung der Gäste. Beinahe hätte Thomas KRIBERNEGG noch ein drittes Tor für die Gäste erzielt, doch der Ball setzte sich nur knapp neben die linke Stange (87.)

FAZIT dieser PARTIE:

Unsere zum Teil sehr überheblich wirkenden und den nötigen letzten Einsatz vermissenden Kicker haben diese Partie gegen einen phasenweise auch technisch besser spielenden Aufsteiger zu Recht verloren.

Vielleicht kommt dieser traditionelle Umfaller unserer Manschaft gerade zur rechten Zeit, denn jetzt warten innerhalb der nächsten 3 Spielen nicht weniger als 3 heisse Derbies.

Dr. Franz Tappler